Unsere Wissenschaftler im Feld beobachten das Verhalten der Vögel, wenn diese an ihren Nestern sind. Dort befestigen sie auch die Satellitensender an den einzelnen Tieren. Die Feldarbeit erfordert sowohl Ausdauer als auch Verstand, denn Albatrosse sind große und kräftige Tiere. Wir müssen die Sender rasch an den Vögeln anbringen, und es bedarf einer gewissen Kraft und athletischen Fähigkeit, die Vögel bei der Ausrüstung unter Kontrolle zu halten. Auch mental müssen unsere Feldbiologen stark sein, denn die meisten Albatros-Arten nisten auf entlegenen Inseln im Ozean, weit entfernt von jeglicher Zivilisation. Die Wissenschaftler campieren monatelang ohne fließendes Wasser, Telefon oder Fernseher. Wenn auch Ihr auf so manche Bequemlichkeit und den Komfort des Alltags verzichten könnt, dann werdet Ihr vielleicht auch mal gute Feldbiologen, so wie Kate Huyvaert oder Andrea Schwandt. Kate und Andrea, die gerade beide an ihrer Diplomarbeit (Master's Degrees) arbeiten, führten damals bei der Galápagos-Studie die Feldarbeit durch. Beide verbrachten über acht Monate in unserem Camp auf den Galápagos Inseln. Die entscheidende Eigenschaft, die erfolgreiche Feldbiologen wie sie von anderen Leuten unterscheidet, ist die ständige Neugierde, warum die Natur gerade so ist wie sie ist. Paul hat schon eine ganze Menge an Feldforschung über die Laysan- und die Schwarzfuß-Albatrosse (die wir mit den Satelliten verfolgen) hinter sich. In seiner Doktorarbeit prüfte er verschiedene Hypothesen, um klären zu können, wie Seevögel auf ihrer Nist-Insel und auf dem Meer mit so wenig Süßwasser auskommen.
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