Wetter und Klima

Wirbelsturm Rick trifft auf Mexiko,
9. Nov. 1997

Wirbelsturm Pauline vor der Küste Mexikos, 7. Okt. 1997

Rauchwolken von den Waldbränden in Indonesien, Sept. 1997

Eisberge im St Lawrence Fluß,
28. März. 1997

Waldbrände am Amazonas,
30. Juli 1994

Geologie und Landkarten

Ausbruch des Montserrat Vulkans, 5. Aug. 1997

Vulkan Fernandina, eine der Galápagos-Inseln

Radar-Bild von der Antarktis     

Biologie

Wo auf der Erde sind GENAU JETZT die meisten Pflanzen?

Chlorophyll im Ozean; wo sind die meisten Algen (einzellige Pflanzen)?

Algenvorkommen an der Ostküste Nordamerikas

Raumschiffe

NASA hat eine Internetseite für Kinder!  mit Raumschiff-Photos


Satelliten sammeln eine Vielzahl interessanter Informationen, die Ihr über das Internet erhalten könnt. Einige tausend Kilometer weit weg am Himmel umkreisen sie die Erde, vollgepackt mit Meßapparaten und anderer Technik. Viele dieser Instrumente machen Bilder von der Erde -über Radar, sichtbares Licht oder mit anderen Methoden. Andere, wie die vom Argos-Satellitensystem, können kleine Sender auf der Erdoberfläche aufspüren und lokalisieren. Der genaue Standpunkt des Senders und eventuell auch weitere Informationen werden aufgezeichnet und zu einer Bodenstation auf der Erde gesendet. Genau das, was wir in unserem Albatros-Projekt brauchen! So erfahren wir jederzeit, wo sich die Albatrosse gerade befinden, die wir auf Hawaii mit einem Sender ausgestattet haben. Die Sender werden an den Vögeln befestigt, wenn diese sich an ihrem Nest auf Tern (Hawaii) befinden. Von diesem Zeitpunkt an wird das Argos-System unsere Vögel beobachten und zwar jedesmal dann, wenn einer der Satelliten gerade den Nordpazifik überquert. Wird ein Sender erfaßt, dann wird dessen Standpunkt zu Bodenstationen in Alaska, Virginia (USA) oder Frankreich gesendet. Letztendlich werden alle Daten in Frankreich gesammelt, verarbeitet und jeden Tag um 7 Uhr morgens (deutscher Zeit) zu uns nach Amerika an die Wake Forest Universität geschickt. Wir senden sie dann gleich weiter an alle Schüler, die beim Projekt mitmachen.

One of the miniature transmitters that we use
Das ist der Sender 09950. Die Antenne ist nach vorne gebogen, damit
Ihr sie sehen könnt. Normalerweise zeigt sie gerade nach hinten.

Wie sieht so ein Satellit eigentlich aus? Wenn Ihr hier klickt, dann seht Ihr den Satelliten CZCS bevor er in den Weltraum geschossen wurde. CZCS ist die englische Abkürzung für einen Satelliten, der Farbbilder von den Meeren und Küstenregionen der Kontinente macht. Einige Bilder auf den Albatros-Seiten wurden von ihm gemacht. CZCS konnte die Konzentration eines chemischen Moleküls messen, des Chlorophylls. Chlorophyll ist der Stoff, der die Pflanzen grün macht. Die Bilder vom CZCS haben gezeigt, wo auf der Erde viel und wo wenig von diesem Farbstoff vorkommt. Damit weiß man auch gleich, wo Pflanzen zahlreich vorkommen und vielleicht auch, wo Tiere, die diese Pflanzen fressen, häufig sind. Vielleicht können wir mit solchen Satellitenbildern verstehen, warum Albatrosse bei ihrer Nahrungssuche ganz bestimmte Teile des Ozeans überfliegen. Wie das? Nun, Albatrosse fressen Fische und Tintenfische, welche wiederum kleine Planktontierchen (z. B. kleine Krebschen) fressen und diese fressen Algen. Die meisten Algen sind winzige Pflanzen mit Chlorophyll, das der Satellit messen kann. Man könnte also sagen, daß Albatrosse eigentlich von den Algen abhängig sind. Wir werden sehen, ob Albatrosse bevorzugt algenreiche Gebiete aufsuchen. CZCS wurde 1986 vom SeaStar-Satelliten ersetzt. Klickt hier um genaueres über SeaStar zu erfahren und um zu sehen, wie die Menge an Chlorophyll gemessen wird.

Satelliten sind ein tolles Hilfsmittel, um das Wetterphänomen El Niño zu studieren. Während eines El Niños spielt das Wetter in vielen Teilen der Erde verrückt. Im Pazifischen Ozean herrschen normalerweise Passatwinde vor, die entlang des Äquators von Osten nach Westen blasen. Dadurch drücken sie das Oberflächenwasser nach Westen. Dieses Wasser ist warm, denn die pralle Äquatorsonne hat es aufgeheizt. Bei normalen Bedingungen reichert sich also warmes Wasser im Westpazifik an.

Während eines El Niños aber fehlen diese Passatwinde und das warme Wasser fließt zurück. Als Folge entsteht im Ostpazifik ein großer Bereich mit hoher Wassertemperatur. Das passiert meist so gegen Weihnachten, daher auch der Name "El Niño", das ist Spanisch für "das Christkind". Das ganze zurückfließende Wasser bewirkt nicht nur, daß das Wasser im Ostpazifik wärmer wird, sondern auch, daß der Meeresspiegel ansteigt und abnormal hohe Werte erreicht. Diese beiden Dinge, der ungewöhnlich hohe Meeresspiegel und die ungewöhnlich hohe Meerestemperatur werden auch als Anomalien bezeichnet. Während eines El Niños liegt eine positive Anomalie vor, beide Werte sind höher als normal.

El Niños haben zahlreiche biologische und klimatische Auswirkungen. Seevögel beispielsweise sind bei einem El Niño oft einem Mangel an Nahrung ausgesetzt, da ihre Beutetiere –Fische und Tintenfische- sehr empfindlich auf hohe Wassertemperaturen reagieren, sie machen sich einfach aus dem Staub. Als Folge verlassen Albatrosse und andere Seevögel, die auf Inseln nahe dem Äquator leben, manchmal sogar ihre Nester und fliegen weit weg in Gebiete mit besseren Nahrungsquellen. Wir sind sehr gespannt, welchen Einfluß der El Niño, der seit Ende 1997 herrscht, auf die Albatrosse Hawaiis hat. Hier sind ein paar Informationen und Bilder zu dem 1997/98 El Niño:

  • Eine Animation (bewegte Bilder) zur Oberflächentemperatur des Pazifiks von Anfang 1997 bis jetzt. Rote Farben zeigen Gebiete , in denen das Oberflächenwasser wärmer als nomal ist. Die Animation ist wirklich cool, es dauert aber eine Weile, bis Euer Computer sie geladen hat. Wenn der Computer fertig ist, müßt Ihr einfach auf "Restart Animation" klicken. Ihr werdet sehen, daß das warme Wasser zuerst an der Westküste Südamerikas auftaucht. Wie wird sich dieser El Niño wohl auf Hawaii und die dortigen Albatrosse auswirken? 
  • Animation zur Höhe des Meeresspiegels während diesem El Niño. Auch diese Datei braucht etwas Zeit bis sie geladen ist, dann aber könnt Ihr sehen, wie das ganze warme Wasser aus dem Westen zurück nach Osten schwappt und dort zu einem Anstieg des Meeresspiegels führt. Und das alles, weil die kräftigen Passatwinde fehlen. Die tatsächlichen Änderungen des Meeresspiegels betragen etwa 15-30 cm, auch wenn es in der Animation nach mehr aussieht.
  • Chlorophyll-Konzentrationen rund um die Galápagos-Inseln. Galápagos liegt bei einem El Niño genau in der Mitte der Warmwasserzone. Die Bilder, die Ihr hier seht, sind vom Oktober 1983 (das war bei normaler Wetterlage) und von Oktober 1997 (während des letzten El Niños. Der Unterschied in den Chlorophyllkonzentrationen, also in der Dichte der Algen, ist erstaunlich! Die Bilder sind vom CZCS (1983) und vom SeaStar-Satelliten (1997).

    Vieles mehr über Satelliten ist im Internet erhältlich, sucht doch einfach nach Begriffen wie:

    "Satelliten", "remote sensing"; "NASA", "NOAA", "GOES", "AVHRR"

    Das meiste davon ist allerdings in englischer Sprache.

 



This page was last updated on July 29, 1998 07:31 AM