Flight Path
 

Bei seinem zweiten Trip flog Männchen Nr. 8 nicht direkt nach Südosten zum „Jagd-Gebiet". Stattdessen flog er nach Osten, zur Küste Ecuadors, wo er sich sogar in den Golf von Guayaquil begab, den Ihr auf der Karte sehen könnt. Dieses Gewässer ist nicht der offene Ozean und daher untypisch für Albatrosse. Ein paar Tage lang befürchteten wir, daß er sich einem Fischerboot angeschlossen hatte und sich sogar AUF DEM SCHIFF befand, welches nach Guayaquil fuhr, zur wichtigsten Hafenstadt Ecuadors. Dann aber widerlegte er diese Hypothese, flog rasch nach Süden und erreichte letztendlich das „Jagd-Gebiet". Äußerst „hilfreich" für uns verlor er anschließend ebenfalls seinen Transmitter.

Warum flogen alle Vögel, die wir beobachten konnten, vor die peruanische Küste? Wir vermuten, daß dies mit dem sogenannten „upwelling" (englisch für „Auftrieb") zu tun hat. In Auftriebsgebieten steigt sehr nährstoffreiches Wasser aus der Tiefe nach oben an die Oberfläche. Winzige Algen vermehren sich in solchen Gebieten explosionsartig und so entsteht schnell eine Nahrungskette oder ein Nahrungsnetz, welches auf diesen Algen aufbaut. Die hier zahlreichen Fische und Tintenfische werden letztendlich von den Albatrossen erbeutet.

Die Küstenregion vor Peru zählt wie einige andere Teile dieser Erde zu diesen Auftriebsgebieten und genau in diese Zone vor Peru flogen die Galápagos-Albatrosse zum Fischen. Der CZCS-Satellit (schaut nach was das ist bei: Kinder benutzen Satelliten) kann das dichte Vorkommen von Algen in solchen upwelling-Gebieten messen. Orangene Farben auf diesen Satelliten-Bildern zeigen hohe Algenkonzentrationen an. Wenn Ihr ein solches Auftriebsgebiet sehen wollt (das Bild ist vor der afrikanischen Küste aufgenommen), dann klickt einfach hier. Das Gebiet vor Peru sieht ähnlich aus.

This page last updated on July 30, 1998 02:19 PM